Erster Segeltörn in 2013

Hurra!
Endlich ist das Wetter wieder so, dass man auf’s Wasser kann. Jetzt war ich für ein paar Tage mit den Jungs unterwegs, wir haben hauptsächlich An- und Ablegen sowie Segelmanöver geübt. Das war jetzt erstmal wichtig damit die Jungs demnächst auch mal alleine unterwegs sein können. Was macht mehr Spaß als mit zwei drei Freunden mal ein paar Tage auf dem Wasser rumzuschippern und sich von dem Studienstress zu erholen? Ich denke das haben sie sich auch verdient nachdem sie in den letzten Semestern so gut voran gekommen sind.

Wir haben zu Anfang erst einmal die Großschot und den Baumniederholer angeschlagen. Jetzt stehen sie gut und müssen nur demnächst nochmal überprüft werden. Das Funkgerät haben wir auch angeschlossen und es funktioniert jetzt, die Fehlfunktion lag wohl nur an einem Kabelproblem.
Den neuen Plotter Garmin 720s haben wir jetzt erstmal provisorisch angeschlossen, ich weiß noch nicht genau wo ich ihn hin bauen soll. Ich tendiere jetzt eigentlich zu einer Konsole die ich über dem Niedergang neu anfertige und da sollen dann alle Instrumente rein, auch die die jetzt noch im Cockpit fest eingebaut sind. Nur das Verschließen der Durchbrüche macht mir noch etwas Sorgen aber ich denke, dass das auch hin zu bekommen ist. Die Konsole hat den Vorteil, dass alles gut abzulesen und auch geschützt untergebracht ist. Ich hatte mir das eigentlich in etwa so gedacht:

Niedergang1

Der Platz zwischen Sprayhood und Schott ist allerdings so klein, dass ich befürchte nicht genügend Raum zu haben besonders wenn ich den Plotter einbauen möchte.  Wenn jemand Vorschläge hat, wie man das bewerkstelligen kann, kann er/sie sich gerne melden. Ich bin für andere Ideen offen!

Unser Törn führte zuerst einmal kaum aus dem Hafen heraus, da wir ja, wie gesagt, Hafenmanöver üben wollten. Dann sind wir Richtung Enkhuizen und wieder zurück gefahren. Wir haben dabei auch wieder Manöver gefahren (Wende, Halse, Boje über Bord) und sind sowohl unter Segeln als auch mit Motor unterwegs gewesen. Dabei kam dann auch der Pinnenpilot zum Einsatz, erstmals, da ich die Aufnahme dafür erst im Winterlager eingebaut habe. Es wird bestimmt noch etwas brauchen, bis ich das Gerät verstehe, oder ich muss mir mal anschauen ob es daran liegt, dass es zu alt ist. Wir hatten Windstärke 4 in Böen 5 und sind mit Vollzeug gefahren. Es hat richtig Laune gemacht, das alte Schätzchen ist wieder über sechs Knoten gelaufen :-).

Am letzten Tag dann ein Schreckmoment: Wasser in der Bilge!

Wir haben sofort den Motor angemacht, die Segel geborgen und sind zurück in den Hafen gefahren. Da hat sich dann heraus gestellt, dass ein Anschluss an der Toilette unter Spannung stand und immer wieder Wasser (bzw. das entsprechende Gemisch 🙁 ) ausgelaufen ist. Ich habe daraufhin dann zwei zusätzliche 90 Grad Winkel eingebaut um die Spannung zu verringern. Ich hoffe dadurch ist es jetzt wieder ok, aber ich muss jetzt beim nächsten mal noch den Schlauch zur Absaugung mit dem entsprechenden Borddurchlass einbauen.

Am Donnerstag geht es wieder nach Holland, ich hoffe auf einigermaßen gutes Wetter, es soll ein bisschen regnen, und ein paar schöne Segelstunden.

Bis neulich

Mario

Ein Gedanke zu „Erster Segeltörn in 2013

  1. Hallo aus Berlin,

    soeben hab ich Deine/Eure Beiträge hier entdeckt und hab gerne alles gelesen und an Bildern und einem Video gesehen.
    Ich segel auch eine EMKA 31,- Bj. 89 mit der kurzen Kielversion von rund 1,35 m, jedoch mit einer Badeplattform hinten dran. Ich mag die „Kleine Freiheit“ auch absolut gerne und habe sie nunmehr knapp 17 Jahren und hab den Kauf nie bereut. Sie ist schnell, wendig und sicher. Wir haben mit unseren 4 Kindern viele Meilen auf der Ostsse im Kielwasser gelassen. Die Jungs schliefen im Achterschiff, die Jungs im Vorschiff und wir Eltern im Salon. Dafür hab ein eigens angefertigtes Brett geschaffen welches zwischen der Sitzbank und dem Tisch eine gute Liegefläche ergab. Nun sind unsere Kinder größer und machen eher ihr Ding. Letztes Jahr waren wir das erste Mal nur zu zweit unterwegs,- hatten den besten Sommer aller Zeiten und sind über die Oder raus nach Polen, dann Richtung Bornholm, weiter zu den Erbseninseln und anschließend über die schwedische Küste weiter nach Dänemark und wieder zurück nach Deutschland – Rügen. Es war eine vollkommen neue Erfahrung ganz ohne Kinder zu reisen. Aber auch eine entspannte 😉

    Viele seglerische Grüße aus Berlin sendet

    Martin Ryl

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